Genforschung: Kriminelles Verhalten vorbestimmt?
Andreas von Rétyi
Viele Eigenschaften des Menschen sind in den Genen verankert. Wissenschaftler präsentieren nun Studienergebnisse, nach denen auch kriminelles Verhalten vor allem genetisch bedingt ist. Es ist ein heikles Thema.
Einer der renommiertesten Kriminologen der Welt sagt nach umfangreichen Studien: »Unsere
Ergebnisse lauten, dass genetische Einflüsse bei latenter Kriminalität während eines Lebens deutlich stärker sind als die Umgebungseinflüsse«. Mit anderen Worten: Die Veranlagung für kriminelles Verhalten liegt in den Genen und wird nur untergeordnet vom sozialen Umfeld eines Täters beeinflusst. Nach diesen neuen Erkenntnissen bestätigen gewisse Ausnahmen die Regel. Zu diesen Ausnahmen gehören auf die Jugendzeit beschränkte Vergehen wie Alkohol- und Drogenmissbrauch oder kleine Diebstähle. Doch fast alles, was darüber hinausgeht und sich auch auf spätere Lebensabschnitte erstreckt, wird nach diesen Studien eindeutig und vorrangig von den Genen bestimmt. Ebenso wie Intelligenz werden eben auch andere Veranlagungen vererbt. Es ist heute politisch nicht mehr korrekt, darüber zu sprechen. Lesen Sie deshalb alle Fakten, die andere Ihnen verschweigen.
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